Ernst Knoblauch

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Ernst Knoblauch (* ; † 12. Dezember 1955 [1]) war ein deutscher Architekt, der durch zahlreiche Büro- und Geschäftshäuser zum Erscheinungsbild der Stadt Essen beitrug.

Leben

Knoblauch hatte in dem renommierten Berliner Architekturbüro von Heinrich Kayser und Karl von Großheim Essen kam und als selbstständiger Architekt tätig wurde. Von Anfang zählte die Verwendung moderner Eisenbeton-Konstruktionen zu seinen Spezialitäten [2]. Knoblauch realisierte in den Jahren bis zur Jahrhundertwende „Wohn- und Geschäftshäuser, Villen, Restaurants, Hôtels, Fabriken, Eiskeller etc.“ [3]. Er war in den 1920er Jahren Mitglied im Bund Deutscher Architekten. Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte er sich noch am Wiederaufbau in Essen.

Bauten

(unvollständig)

  • 1893: Geschäftshaus der Kleiderfabrik Gebr. Klarbach AG in Essen, Theaterplatz 9
Das Haus diente später als Kaufhaus des Konsumvereins „Eintracht“, seine Bausubstanz wurde 1928 zumindest teilweise in den Neubau der Stadtsparkasse einbezogen.
  • 1896: „Kurhaus Ruhrstein“ in Essen-Bredeney, Am Ruhrstein (abgerissen)
  • um 1905: Kaufhaus der Firma H. & L. Freudenberg in Essen, Limbecker Straße 20–28
  • 1906: „Hotel zur Post“ (später „Hotel zum Ritter“) in Essen, Kettwiger Straße 19 (mit Veränderungen erhalten)
  • vor 1910: „Parkhotel“ in Essen, Huyssenallee 1 (im Zweiten Weltkrieg zerstört)
  • 1910–1912: Kaufhaus der Overbeck & Weller oHG in Gelsenkirchen, Bahnhofstraße 4 / Ahstraße (nicht erhalten)
  • 1911: evangelische Volksschule (später „Graf-Spee-Schule“) in Essen-Bredeney, Graf-Spee-Straße 23
  • 1911–1912: Kaufhaus der Overbeck & Weller oHG (heute genannt „Carl-Overbeck-Haus“) in Essen, Kopstadtplatz 10–12 / Kasteienstraße
Die Architektur des Gebäudes zeigt Anklänge an den Jugendstil, wurde aber im Zweiten Weltkrieg teilweise beschädigt und danach in schlichterer Form instandgesetzt.
  • vor 1914: Geschäftshaus der Kleiderfabrik Neumann & Mendel in Essen, Bachstraße 5
  • 1927: Umbau eines Geschäftshauses für die Firma Adolf Jonas in Köln
  • 1927–1928: Büro- und Geschäftshaus „Allbau-Haus“ für die „Allgemeiner Bauverein Essen AG“ (gen. Allbau) in Essen, Pferdemarkt 5/7 / Viehofer Straße (seit 1997 unter Denkmalschutz, heute unter anderem von der Sparkasse Essen genutzt)
  • 1928: Büro- und Geschäftshaus „RoBa-Haus“ für die Rosendahl & Bachrach AG in Essen, Kruppstraße 30

Literatur

  • Paul Joseph Cremers (Einl.): Ernst Knoblauch. (= Neue Werkkunst.) Friedrich Ernst Hübsch Verlag, Berlin, 1929.
  • Barbara Fischer: Das ehemalige Allbauhaus in Essen. (= Rheinische Kunststätten, Band 433.) Neusser Druckerei und Verlag, Neuss 1998, ISBN 3-88094-838-0.

Weblinks

  • Literatur von und über Ernst Knoblauch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Ernst Knoblauch • PICA-Datensatz • Apper-Personensuche)

Fußnoten

  1. mit Datum erwähnt in der Jahreschronik 1955/1956 des Essener Adressbuches 1956
  2. Paul Joseph Cremers (Einl.): Ernst Knoblauch. (= Neue Werkkunst.) Friedrich Ernst Hübsch Verlag, Berlin, 1929.
  3. Anzeige im Essener Adressbuch 1898

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